Nützliche Tipps zum Kauf eines neuen Velos






Velofahrende haben weit mehr Bedürfnisse als nur sicher fahren zu können. Wichtig sind auch abschliessbare und gedeckte Abstellmöglichkeiten, der Velo-Selbstverlad in Bussen und Zügen, Pumpstationen, Aufladestationen für E-Bikes, sinnvolle und ausreichende Wegweiser... die Liste lässt sich beliebig verlängern.


Pro Velo Thurgau setzt sich dafür ein, dass Velofahrende eine angemessene Infrastruktur erhalten, welche Ihren Bedürfnissen entspricht. Pro Velo arbeitet partnerschaftlich mit Behörden und Private zusammen um die Infrastruktur im Thurgau zu verbessern.Infrastruktur


Velofahrende haben weit mehr Bedürfnisse als nur sicher fahren zu können. Wichtig sind auch abschliessbare und gedeckte Abstellmöglichkeiten, der Velo-Selbstverlad in Bussen und Zügen, Pumpstationen, Aufladestationen für E-Bikes, sinnvolle und ausreichende Wegweiser... die Liste lässt sich beliebig verlängern.


Pro Velo Thurgau setzt sich dafür ein, dass Velofahrende eine angemessene Infrastruktur erhalten, welche Ihren Bedürfnissen entspricht. Pro Velo arbeitet partnerschaftlich mit Behörden und Private zusammen um die Infrastruktur im Thurgau zu verbessern.

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2. Legen Sie erstmal Ihr Budget fest.


Es ist hilfreich, wenn man schon zuvor das Budget festlegt. Ein Velo ist kein billiges Spielzeug und man kann locker ein paar Tausend Franken für ein neues Velo hinblättern, wenn man will. Bei all den Modellvarianten und Kombiniermöglichkeiten sollte man schon wissen, wo die Schmerzgrenze liegt. Am besten, man sucht sich ein Velo aus, welches etwa seinem Budget entspricht, feilscht ein wenig und holt somit das Optimum aus seinem Geld heraus. Das was im Portemonnaie übrig bleibt kann dann für Zubehör oder Anpassungen verwendet werden.


3. Welche Rahmengrösse passt zu mir?


Egal für welche Art von Velo Sie sich entscheiden, der Rahmen muss ihrem Körper angepasst sein. Sonst erleiden Sie bei längerer Gebrauch Rücken-, Nacken- oder Knieschmerzen oder verwenden zu viel Kraft, um vorwärts zu kommen. Sie können die Rahmengrösse selbst ermitteln in dem Sie ihre Schritthöhe ausmessen und den Wert mit dem Faktor 0.57 für Mountain Bikes, 0.67 für Fullies und Rennvelos und 0.66 für Cross- und Touringvelos multiplizieren.


Für die Rechenfaulen gibt es auch eine Tabelle:


Für MTB:

Körpergrösse


135 - 145: Gr. 35

145 - 155: Gr. 40

155 - 165: Gr. 43

165 - 175: Gr. 46

175 - 185: Gr. 51

185 - 195: Gr. 56


Für Cross- und Touringvelos:

Körpergrösse


150 - 155 Gr. 44

155 - 170 Gr. 48

170 - 180: Gr. 52

180 - 190: Gr. 58

190 - 195: Gr. 60

195 - 205: Gr. 62


Den Rennvelofahrerinnen und -fahrer trauen wir das Rechnen selbst zu :-)


Bei Kindervelos gilt: Kaufen Sie nicht ein zu grosses Velo, damit das Kind „hineinwachsen“ kann. Das wäre so, wie wenn man zu grosse Schuhe kauft - sie sind schlicht unbrauchbar.

4. Zeit nehmen, vergleichen, beraten lassen


Abgedroschen wie es klingt: Nehmen Sie sich beim Velokauf Zeit. Kaufen Sie kein Velo nur aufgrund der Ausstattung oder der Farbe oder wegen dem Design. Ein Velo soll wie angegossen passen, man soll sich bequem darauf fühlen und die Schalt- und Bremsvorrichtung sollte intuitiv bedienbar sein. Das findet man nur heraus, wenn man ein Velo ausgiebig testet. Da es unzählige Modelle und Varianten gibt - egal um welche Art Velo es sich handelt - sollten Sie unbedingt vergleichen und sich über das Angebot aufklären lassen. Dazu empfehlen wir, sich bei verschiedenen Fachhändlern beraten zu lassen, damit Sie sich ein umfassendes Bild machen können und genau das Velo finden, das Ihnen am Besten anspricht. Von Billigangebote direkt aus dem Regal raten wir dringenst ab.

5. Verschiedene Antrieb- und Schaltsysteme: Die Qual der Wahl


Es gibt so viele verschiedene Systeme, dass wir an dieser Stelle darauf verzichten müssen, diese alle aufzulisten. Es ist aber ratsam, sich einen Überblick über die grosse Auswahl zu verschaffen. Dafür empfehlen wir Ihnen beispielsweise Fachzeitschriften oder Messen, wo die ganze Bandbreite zu sehen ist. Oder Sie lassen sich von verschiedenen Fachgeschäften beraten, so dass Sie vergleichen können. Wichtig dabei sind zwei Dinge: Was darf es kosten und wofür brauche ich das Velo? Für den täglichen Ritt zum Bahnhof und zurück brauchen Sie nicht zwangsläufig eine wartungsarme Variante, für eine Tour um die Welt hingegen schon, es sei denn, Sie basteln gerne am Velo herum und haben Spass daran, die Kette alle paar tausend Kilometer auszuwechseln. Seien Sie weitsichtig und gleichzeitig vorsichtig, denn ein Schaltsystem, das nicht Ihren Bedürfnissen entspricht kostet entweder unnötig viel oder wird bald zu einem Ärgernis, weil Sie nicht das erhalten, was Sie vom Velo erwartet haben.

6. Sattel- und Lenkerwahl


Zugegeben, wenn Sie Ihr Velo für Fahrten gebrauchen, welche maximal fünf Minuten dauern, ist eine grosse Auseinandersetzung mit der Sattel- und Lenkerwahl nicht nötig. Doch sobald Sie vorhaben, längere Fahrten zu unternehmen ist es ungemein wichtig, sich für die passende Art zu entscheiden. Der Sattel ist so individuell wie der Mensch selbst, also probieren Sie unbedingt mehrere Varianten aus. Schmerz im Gesäss oder im Rücken kann die schönste Fahrt zu einem unangenehmen Erlebnis machen, was Ihre Freude am Fahren sichtlich trüben würde. Bei der Wahl des Lenkers ist dies ebenso entscheidend. Hier spielt die Geometrie und Ergonomie eine wichtige Rolle. Der Lenker muss optimal eingestellt sein und nach Möglichkeit verstellbar sein, ansonsten können Schmerzen im Nacken, im Arm oder in der Hand entstehen. Es gibt viele Modelle also lassen Sie sich vom Fachhändler beraten und probieren Sie aus, auch wenn es Zeit kostet. Am Besten, Sie vereinbaren mit dem Händler Ihres Vertrauens eine längere Probefahrt oder lassen die Möglichkeit offen, nach dem Kauf Lenker und Sattel umtauschen zu können, wenn sie sich nicht bewähren.

7. Auf Ausrüstung und Zubehör achten


Es ist tatsächlich möglich, ein neues Velo zu kaufen, ohne die nötige Ausrüstung mitgeliefert zu bekommen. Damit meinen wir vor allem Billigangebote, welche weder über Reflektoren oder eine Glocke verfügen, obschon diese gesetzlich vorgeschrieben sind. Wobei kurz erwähnt werden muss, dass Rennvelos unter 11kg andere Vorschriften haben, aber die sind meist auch nicht billig. Für alle anderen gilt: Ein Velo, dass man erst nachrüsten muss, damit man damit auf der Strasse fahren darf, ist ein Fehlkauf. Bei Kindervelos muss man auch darauf achten, dass die Bremsgriffe nicht von einem Erwachsenen-Fahrrad stammen, sonst haben die Kleinen keine Chance, die Bremsen sicher zu betätigen. Ein Blick auf die Beleuchtung ist auch hilfreich: Beim Licht sind in letzter Zeit enorme Fortschritte erzielt worden. Nicht nur ist ein Nabendynamo ein Muss, sondern auch eine anständige Leuchtkraft. Manche Vorderlichter erhellen den Weg wie ein Scheinwerfer, was ein wichtiger Sicherheitsaspekt ist und die Fahrt nachts erst noch viel angenehmer macht. Moderne Beleuchtungsanlagen bieten auch einen Helligkeitssensor für die automatische Einschaltung und ein Standlicht (sowohl vorne wie hinten), welches noch einige Minuten länger brennt. Das ist nicht nur beim Linksabbiegen nützlich sondern auch, wenn man am Strassenrand einen Schwatz abhält. Ein weiterer Faktor, den es zu beachten gilt, ist das Gewicht, das man auf dem Zweirad schleppen möchte. Tourenvelos brauchen einen stabileren Gepäckträger und/oder einen weiteren Gepäckträger an der Vordergabel. Gesetzlich vorgeschrieben war noch bis zum 1. Juli 2012 auch ein Schloss und das sollte Ihnen genauso viel bedeuten wie Ihr Velo selbst. Sonstige Zubehör rund ums Velo gibt’s sonst in unendlicher Menge und selbst Veloprofis kommen immer wieder ins Staunen, was alles erfunden wird. Schauen Sie sich um!

8. Farbauswahl


Man kann sich schon fragen, weshalb wir überhaupt die Farbauswahl thematisieren. Natürlich schlagen wir Ihnen hier nicht vor, unbedingt ein blaues oder rotes Velo zu kaufen. Farbe ist schliesslich Geschmackssache. Dennoch: Hüten Sie sich davor, ein Velo zu kaufen, nur weil die Farbe so schön aussieht. Oftmals kann die Farbe sowieso ausgesucht werden, aber hier gilt: Eine grosse Farbpalette, reisserisch wie sie daher kommen mag, ist keine Garantie für ein qualitativ gutes Fahrrad. Manche Hersteller bieten auch sogenannte Sonderfarben an, doch aufgepasst, diese können einen happigen Preisaufschlag mit sich bringen. Letztlich kann man aber mit recht behaupten, dass die richtige Farbe die Freude am Velo erhöht und ihm den individuellen Touch gibt, der zu Ihnen passt.

9. Probefahrt


Nehmen Sie sich Zeit, wenn Sie sich ein neues Velo anschaffen möchten. Lassen Sie sich nicht hetzen und beschränken Sie eine Probefahrt nicht auf „einmal um den Block herum fahren“. Grosszügige Fachgeschäfte werden Ihnen eine längere Fahrt erlauben, damit Sie wissen, ob Sie sich auf dem ausgesuchten Fahrrad pudelwohl fühlen. Mit auf der Strecke sollte unbedingt auch eine Steigung vorhanden sein, denn dort zeigen sich Schwächen im Komfort am ehesten. Und wer Fr. 1’000.– aufwärts für ein Zweirad bezahlt, sollte schliesslich nicht die Katz im Sack kaufen.

10. Wartung, Service, Garantie


Haben Sie das passende Velo gefunden werden Sie es mit Freude fahren. Mit der Zeit wird Ihr Zweirad aber an Verschleiss leiden. Das kann schneller gehen, als man denkt. Selbst eine Deore oder XT-Kette sollte nach ca. 1’500 Kilometer ersetzt werden, damit das Tretsystem einwandfrei ihren Dienst leistet. Bremsklötze, Felgen und Kränze haben auch nur eine begrenzte Lebensdauer. So sollten Sie sich beim Kauf erkundigen, wie es mit der künftigen Wartung Ihres neuen Velos aussieht, damit es Ihnen noch lange Vergnügen bereitet. Viele Händler sind bereit, den ersten Service bei einem Neukauf gratis anzubieten. Schliesslich soll auch ein vernünftige Garantie mit dabei sein, damit man keine bösen Überraschungen erlebt. Bis zum ersten Service sollte das Fahrrad sich wie neu anfühlen und funktionieren, ohne dass man Verschleissteile ersetzen muss oder kaputt gehen. Darüber hinaus ist vor allem die Garantie auf den Rahmen und allfällige Federgabel von Bedeutung.


Wir hoffen, dass wir Ihnen bezüglich Ihres Neukaufs behilflich sein konnten!