Velofahrende haben weit mehr Bedürfnisse als nur sicher fahren zu können. Wichtig
sind auch abschliessbare und gedeckte Abstellmöglichkeiten, der Velo-Selbstverlad
in Bussen und Zügen, Pumpstationen, Aufladestationen für E-Bikes, sinnvolle und ausreichende
Wegweiser... die Liste lässt sich beliebig verlängern.
Pro Velo Thurgau setzt sich dafür ein, dass Velofahrende eine angemessene Infrastruktur
erhalten, welche Ihren Bedürfnissen entspricht. Pro Velo arbeitet partnerschaftlich
mit Behörden und Private zusammen um die Infrastruktur im Thurgau zu verbessern.Infrastruktur
Velofahrende haben weit mehr Bedürfnisse als nur sicher fahren zu können. Wichtig
sind auch abschliessbare und gedeckte Abstellmöglichkeiten, der Velo-Selbstverlad
in Bussen und Zügen, Pumpstationen, Aufladestationen für E-Bikes, sinnvolle und ausreichende
Wegweiser... die Liste lässt sich beliebig verlängern.
Pro Velo Thurgau setzt sich dafür ein, dass Velofahrende eine angemessene Infrastruktur
erhalten, welche Ihren Bedürfnissen entspricht. Pro Velo arbeitet partnerschaftlich
mit Behörden und Private zusammen um die Infrastruktur im Thurgau zu verbessern.
Velowege bieten Sicherheit - so müsste man meinen. Schliesslich werden sie dafür erstellt, ganz besonders dort, wo es sich um einen Schulweg handelt. So wähnt man sich auf den Velowegen in vermeintlicher Sicherheit. Dieser Trugschluss ist deshalb um so heimtückischer und auch gefährlicher.
Hier sehen Sie einige Paradebeispiele, wie man aus einem Veloweg eine gefährliche Piste macht:
Oftmals werden Velowege nur auf einer Seite der Strasse geführt, wie hier in der Aumühle Ausgangs Frauenfeld in Richtung Wil. Dabei stellt jede Ausfahrt von links eine besondere Gefahr dar. Wer von links her kommt und nach rechts abbiegt, schaut in erster Linie nach links und übersieht so manchen Velofahrer, der von rechts herkommt. Wenn nicht geschaut wird, nützen alle Markierungen und Signalisationen leider nur wenig. Eine höhere Sicherheit und mehr Komfort bieten Velowege, welche in der gleichen Richtung wie der motorisierten Verkehr geführt werden. Leider sind solche Lösungen im Thurgau Mangelware.
Eine neue Erscheinung sind solche Inseln, wie hier in Erlen. Nicht nur, dass die Signalisation sehr verwirrend ist (muss ich nun das Velo über den Fussgängerstreifen stossen?), so sind sie besonders für Eltern mit Kindern mühsam, denn sie bieten kaum Platz zu zweit nebeneinander zu stehen, geschweige denn hinter einander. Zudem ist der Platz auch für einzelne Velos derart knapp bemessen, dass der Abstand zu vorbei donnernden Lastwagen erschreckend klein ist. Wer mit Anhänger unterwegs ist (was oftmals einen Kindertransport bedeutet), ragt mit dem Anhänger in die Strasse hinaus. Die einzig halbwegs sichere Variante diese Strasse zu überqueren, ist abzusteigen und als Fussgänger das Vortrittsrecht zu erzwingen. Was aber ziemlich unpraktisch ist, weshalb viele Velofahrer dazu neigen, die Inseln einfach zu umgehen und direkt auf der Strasse zu fahren.
Es geht auch anders, wie diese Überquerung in Weiningen zeigt. Die Signalisation ist klar. Der Fussgängerstreifen ist versetzt.
In der Mitte der Strasse ist genug Platz vorhanden, um den Gegenverkehr sicher abwarten zu können. Weil der Strassenabschnitt übersichtlich ist, kann das Tempo so variiert und auf den Gegenverkehr abgestimmt werden, damit eine Unterbrechung der Fahrt oft vermieden werden kann.
Wenn der Veloweg nur auf einer Seite geführt wird, sollte wenigstens für eine klare Kommunikation gesorgt werden, wie hier am Beispiel in Oberwinterthur. Doch Winterthur wäre nicht Winterthur, wenn sie nicht auch auf der gegenüberliegenden Seite der Strasse noch eine Velospur in der Gegenrichtung hätte. Da macht Winterthur eben vor, wie es geht.
Wer möchte in die Türe fahren? Ein wirklich schlecht geplanter Veloweg beim Bahnhof in Kreuzlingen. Noch problematischer ist die Situation, weil es sich um die Beifahrerseite handelt, wo oft auch Personen aus dem Auto aussteigen möchten, welche sich die Gefahren von vorbeifahrenden Velofahrern meist gar nicht bewusst sind.
Nicht mal einen Meter breit ist diese Velospur an der Laubgasse in Frauenfeld. Diese Strasse ist erst noch eine Einbahnstrasse, Vorsicht ist also vor entgegenkommenden Fahrzeugen zu walten. Aus der Perspektive eines Automobilisten gehört das Velo auf die Velospur, folglich nützt der Automobilist seinen zur Verfügung stehenden Platz aus. Damit wird jegliches Kreuzen zur Mutprobe, denn es fehlt nicht viel bis zur Streifkollision. Dabei ist es gar nicht möglich, mit dem ganzen Velo immer vollständig innerhalb der Spur zu fahren, schliesslich sollte man ja auch nicht an der Bordkante kleben sondern 70cm Abstand einhalten. Wer mit Anhänger unterwegs ist hat hier gar keine Chance, in der Spur zu bleiben, so schmal ist sie aufgezeichnet. Besser wäre es, auf die Velospur zu verzichten oder ein Fahrverbot für Motorfahrzeuge einzuführen.
Kein Veloweg zwar, aber dennoch an einer wichtigen Veloverbindung gelegen befindet sich zurzeit dieser (provisorische) Kreisel an der Bahnhofstrasse in Frauenfeld. Die Frage ist: Wie bitteschön soll ich diesen Kreisel befahren damit ich weder überholt werde, noch dass mir der Weg abgeschnitten wird? Die übliche Verkehrsregelung, in der Mitte der Spur zu fahren, hilft da wohl wenig.
Es gäbe noch zahlreiche weitere Beispiele von schlecht geplanten und unsicheren Velowegen. Doch wie auch bei diesem Veloweg in Herdern machen wir hier einen abrupten Halt.